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DNA-Profiling beim Eurasier

Ein Resümee für 2010

Von PD Dr. Ina Pfeiffer

Noch vor ca. 20 Jahren beschäftigten sich Züchter in erster Linie mit der Hüftgelenksdysplasie. Heute betrachtet man die Vierbeiner, durch immer mehr Wissen differenzierter und schenkt des „Menschen bestem Freund“ deutlich mehr Aufmerksamkeit und versucht über züchterische Maßnahmen die Rasse langfristig gut aufzustellen.

Dabei scheint sich manchmal die Vermutung aufzudrängen: Früher war alles besser!

Das kann man so nicht stehen lassen. Beispielsweise lässt sich mit Hilfe von modernen DNA-Analysen heutzutage eine relativ genaue Aussage über die Elternschaft oder bestimmte Erbmerkmale von Individuen treffen. Aber auch zum  Grad der „Reinerbigkeit“ und somit über die „genetische Vielfalt“ einer Hunderasse können so Antworten gefunden werden.

Kenntnisse dieser Parameter spielen heutzutage im Hinblick auf ein gewünschtes Erscheinungsbild mit entsprechenden Leistungs – oder Verhaltenseigenschaften eine nicht mehr zu unterschätzende Rolle.

Die Pro-Eurasier-Züchter / Liebhaber haben diese Möglichkeiten aufgegriffen und bauen seit 2010 mit einer DNA-Bank eine wertvolle Ressource auf, die gewährleistet, dass in der nahen Zukunft der Anschluss zu modernen Technologien für die Rasse behalten wird.

Schon jetzt dokumentieren DNA - Authentitzitätsprüfungen oder Elternschafts-nachweise eine neue Qualität der Ahnentafeln. Der Züchter weiss damit sicher, was er gekauft hat. Aber auch die zunehmende Zahl der DNA-Diagnostika, die züchterisch interessante Merkmale von Hunden aufzeigen, steht den Eurasier-Freunden offen.

In vielen Fällen kann man bei einer Hunderasse ohne DNA nicht mehr recherchieren, aus welcher Linie ein gewünschtes oder unerwünschtes Merkmal gekommen ist.

Bis dato sind diese Konstellationen, bis auf Identitätsfeststellungen, beim Eurasier noch nicht zum Tragen gekommen. Aber die Entwicklungen der Hunde-Genomforschung sind sehr viel versprechend.

Inzwischen haben schon viele Züchter reagiert und der Bestand von 2010 umfasst bereits über 60 DNA-Einlagerungen / DNA-Profile.

Was bedeutet das?

Von den vorliegenden Eurasiern wurde eine EDTA-Blutprobe entnommen. Im DNA-Labor erfolgt die Isolation des Erbmoleküls und die Profiling-Daten des Hundes werden registriert.
Hier ein Überblick zu der Jahrgangs- bzw. Geschlechter-Verteilung der 2010 registrierten Eurasier:

Abb 1 und 2.:
Anzahl der vorliegenden Hunde pro Jahrgang, von 1996 bis heute.
In der 2. Abb. ist das Geschlechterverhältnis dargestellt. In der Grafik sind nur die Hunde berücksichtigt die im Jahr 2010 im Labor aufgenommen wurden.

Das Profiling kommt in der Regel im Anschluss an die Isolation, wobei die DNA und eine Rückstellprobe bei -20°C eingelagert werden.

Insofern geht mit diesem kurzen Resümee zu den geleisteten Arbeiten ein Jahr zu Ende, in welchem Qualitätssicherung in der Zucht intensiviert, aber auch die Weichen gestellt wurden, damit der Eurasier den Anschluss an moderne zukunftsweisende Technologien behält.